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28.10. bis 04.11.2026

© 13 Kurzfilme von Alice Guy-Blaché

CinéConcert: Kabarettistischer Kurzfilmabend mit Jazz-Musik

Überraschend, humorvoll und von Pioniergeist geprägt

Die Geschichte des frühen Films wurde lange Zeit ohne sie geschrieben. Dabei war Stummfilmpionierin Alice Guy-Blaché eine der ersten Regisseurinnen der Filmgeschichte, ihr Werk umfasst hunderte Filme – 13 Kurzfilme davon bringt das CinéConcert der Französischen Filmtage auf die Leinwand. Sie sind voller spielerischer Einfälle, hintersinnigem Humor und überraschenden Wendungen – und bieten damit den idealen Raum für eine ebenso spontane wie vielschichtige Klangwelt. Für diese sorgt die eigens zusammengestellte Gruppe deutsch-französischer Jazzmusiker mit Franck Lamiot (Keyboards), Marcus Halver (Gitarre), Tobias Fritzen (Bass) und Schroeder (Schlagzeug): Bei ihrer Premiere als CinéBand verbinden sie freie Jazz-Improvisation mit Klang-Collagen und rhythmischen Eskapaden und setzen den Humor der visionären Filmemacherin musikalisch in Szene. Figurenspielerin Elena Sofie Böhler führt mit einer kabarettistischen Moderation durch das Programm.

Ein Abend zwischen Kino und Konzert, Geschichte und Gegenwart – überraschend, verspielt und garantiert nicht stumm.

TÜ: Sparkassen Carré
Do 29.10. | 20.00
Eintritt: 16 €, ermäßigt 14 €
Kinder von 8 bis 12 Jahren: Eintritt frei
KSK-Kundenvorteil: 3 €

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Ab sofort

v.l.n.r.: Franck Lamiot, Marcus Halver, Schroeder, Tobias Fritzen

Marcus Halver erhielt seine Ausbildung als (Jazz-)Gitarrist in Hamburg, Maastricht und Rotterdam. Viel Bühnenerfahrung sammelte er in England 2006-2010, danach kehrte er nach Südwestdeutschland zurück und hat sich seitdem in der hiesigen Profi-Szene einen Namen auch als Bandleader gemacht, u.a. mit seiner Band SOUL CONNEXION.

Franck Lamiot ist einer der angesagten Keyboarder der südfranzösischen Jazz- und Fusion-Szene. Seine stilistische Bandbreite reicht von erdigem Blues über klassischen Jazz bis zu experimenteller Musik und Theaterproduktionen. Er tourte mit namhaften Künstler:innen durch Europa und Afrika und spielt in diversen Ensembles.

Schroeder ist sicherlich einer der vielseitigsten Schlagwerker Deutschlands. Ob mit unbekannten Künstler:innen oder internationalen Größen aus Jazz, Rock, Weltmusik u.a., Schroeder gibt immer alles und packt noch eine Schippe drauf, wenn es um kreative Grenzgänge geht. Selbstauskunft: „Für mich ist das alles einfach nur Musik…“

Tobias Fritzen studierte E- und Kontrabass in Saarbrücken, wo „frei improvisierte Musik“ Teil des Jazz-Curriculums ist. Trotz seiner jungen Jahre stand auch er schon mit vielen namhaften Musikern auf der Bühne und im Studio; durch die Mitwirkung bei zahlreichen Produktionen kann er jede gewünschte Facette seines Instrumentes virtuos einbringen.

Alice Guy-Blaché (1873–1968) ist eine der ersten Regisseurinnen der Filmgeschichte. Bereits 1896, kurz nach der Erfindung des Kinematografen, begann die französische Filmemacherin, ihre ersten Filme zu schreiben und zu inszenieren. Sie experimentierte früh mit erzählerischen Formen und entwickelte als Produktionsleiterin bei Gaumont das Medium schnell über die reine Dokumentation des Alltags hinaus. Alice Guy-Blaché gründete später in den USA ihr eigenes Filmstudio und realisierte dort Hunderte von Filmen. Mit ihrem spielerischen, oft humorvollen und zugleich gesellschaftlich aufmerksamen Blick prägte sie die Entwicklung des Kinos entscheidend mit. Lange Zeit war ihr Werk in Vergessenheit geraten, Filmgeschichte ohne sie geschrieben. Heute wird Alice Guy-Blaché zunehmend als eine der wichtigsten Wegbereiterinnen des narrativen Films wiederentdeckt.