#43

28.10. bis 04.11.2026

#43

28.10. bis 04.11.2026

Preisträger:innen | Les lauréat.e.s 2026

Filmtage Tübingen-Preis

Der Filmtage Tübingen Preis 2026 geht zu gleichen Teilen an Forêt ivre (Forest High) von Manon Coubia und an L’Espèce explosive (Too Many Beasts) von Sarah Arnold. Darüber hinaus ging eine lobende Erwähnung der Jury an den Film Nicole Nicole von Lauren Dällenbach. 

In der Jurybegründung heißt es: „Auf der einen Seite der Humor, auf der anderen das Drama, die Zeit, die stillsteht, und die, die aus den Fugen gerät, das Lachen und damit zwangsläufig auch die Tränen. Eine Geschichte von Frauen und Geistern, eine andere von einem Polizisten und einem Wildschwein, doch beide spielen im Herzen des Waldes und führen uns zurück zu den Grundlagen des Lebens: Wie der gute alte Hölderlin schon sagte: „Bewohne die Welt als Dichter.“ Für ihre jeweilige Poesie und für den Trost, den sie unseren Herzen gespendet haben, möchten wir den Film Forêt ivre von Manon Coubia und die Komödie L’Espèce explosive von Sarah Arnold auszeichnen!“

Der Filmtage Tübingen Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg. 

Preis der deutsch-französischen Jugendjury Tübingen

Aus fünf sektionsübergreifend nominierten Filmen hat die Jugendjury Tübingen für Congo Boy von Rafiki Fariala als besten Film für jugendliche Zuschauer:innen ausgewählt. 

Dieses intensive Filmdebüt über den jungen geflüchteten Musiker Robert, der trotz widriger Umstände seine Träume verfolgt, hat die acht Jugendlichen aus mehreren Gründen überzeugt: „Man bewundert Robert wegen seiner Stärke, seiner Ausdauer und seiner Liebe. Dieser Film zeigt, was manche Kinder für ihre Eltern und ihre Familie tun können. Er führt uns die Ungerechtigkeit des Lebens vor Augen: Jedes Kind sollte das Recht haben, seinen Traum zu verfolgen. Congo Boy konfrontiert uns als westliche Zuschauer mit unserem eigenen Komfort und unseren Privilegien, umso mehr, wenn man weiß, dass es sich um die wahre Geschichte des Regisseurs handelt.“ Nicht zuletzt begeistere der Film „mit großartigen Schauspielern und außerordentlicher Musik, die einen direkt in den Bann zieht“.

Der Preis ist dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem und mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks. 

Preis der Jugendjury Stuttgart

Der Preis der Jugendjury Stuttgart geht an Le Corset des Regisseurs Louis Clichy. Dieser poetische Film sei sowohl inhaltlich als auch formal beeindruckend. 

Das Gefühl, nicht dazuzugehören, sei „auf super kreative Weise“ filmisch umgesetzt. Hinter der enormen Einsamkeit der Hauptfigur Christophe stünden allgemein-gesellschaftliche Themen. Die Geschichte eines französischen Jungen, der sein Korsett abstreift, um selbstbewusst seinen eigenen Weg zu gehen, habe daher etwas Universelles, so die Jury. Besonders berührt habe sie zudem, dass die Geschichte auf eigenen Erfahrungen des Regisseurs beruhe. 

Laut Jury laden die aquarellierten Tusche-Zeichnungen und Landschaftsszenen besonders zum Eintauchen in den Film und die Gefühlswelt des Protagonisten ein. Besonders überzeugt hätten sie dabei Licht, Farbenspiel und Dynamik. 

Der Preis der Jugendjury ist mit 1000 Euro dotiert und wird gestiftet von der Landhauptstadt Stuttgart.

Publikumspreis Langfilm

Zum zweiten Mal vergaben die Besucher:innen in diesem Jahr gemeinsam den Publikumspreis der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart für die beste Regiearbeit aus den Sektionen »Horizonte« und »Fokus Afrika«. Der Publikumspreis Langfilm 2026 geht an La Maison des femmes (Mit offenen Armen) von Mélisa Godet – ein kraftvolles Sozialdrama über ein Pariser Frauenhaus und ein Team aus Superheldinnen.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird gestiftet von Lukaszewitz Einrichtungen Reutlingen, Rehaktiv Mössingen und Reutlingen sowie Urban Fahrradbau Rottenburg. 

Publikumspreis Kurzfilm

Mit einer Neuauflage ist der Kurzfilmwettbewerb ins Programm des Festivals zurückgekehrt. Aus zwei Programmen hat das Publikum den besten Kurzfilm ausgewählt: Der Publukumspreis Kurzfilm 2026 geht an Lady Attila von Appoline Andreys. Darin geht es um Agathe, die zwischen Familienwerkstatt und Rockbühne ihren ganz eigenen Aufbruch beginnt: Als sie sich für einen Luftgitarren-Wettbewerb anmeldet, prallen ihre Leidenschaft und der Widerstand ihres Bruders aufeinander. 

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen.