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28.10. bis 04.11.2026

Jurys und Preise | Jurys et prix

Filmtage Tübingen-Preis

Mit dem Internationalen Wettbewerb präsentieren die Französischen Filmtage zehn aktuelle Filme aus Frankreich, Belgien, Kanada, der Schweiz und der Zentralafrikanischen Republik. Dabei handelt es sich um die erste oder zweite Regiearbeit von jungen Filmemacher:innen. Die Werke bestechen durch innovative Form, Bildsprache und außergewöhnliche Erzählung. Die Internationale Jury vergibt den Filmtage Tübingen-Preis für den besten Nachwuchsfilm. Er ist dotiert mit 5.000 Euro, gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg.

Internationale Jury

Ella Benoit, Schauspielerin, Autorin und Pyrotechnikerin, begann ihre Karriere am Théâtre du Fil, einem Ort, der Theater und soziale Wiedereingliederung miteinander verbindet. Sie entdeckte das Kino über Regisseur Maxime Roy, mit dem sie gemeinsam das Drehbuch zu seinem Spielfilm Beaux seigneurs schrieb, in dem sie die Rolle der Avril spielt. Außerdem verfasste sie gemeinsam mit Camille Degeye das Drehbuch für den Mittellangfilm Gotthard, in dem sie die Hauptrolle spielt. Derzeit bereitet Ella ihren ersten Film Adieu Wanda vor, einen Dokumentarfilm, der die letzten Stunden der „Cyberrance“ erzählt, einem selbstverwalteten Kreativ- und Wohnort, in dem sie seit sieben Jahren lebt.

Valentine Cadic studierte an der Universität Paris 8 Filmregie. Parallel zu ihrem Studium war sie unter anderem Mitbegründerin des Vereins „Les Filmeuses“ und spielte in den Filmen Ava von Léa Mysius und Nos batailles von Guillaume Sénez mit, die beide bei der Semaine de la Critique in Cannes ausgewählt wurden. Zwischen 2020 und 2023 drehte sie vier Kurzfilme, darunter Les Grandes Vacances, der 2023 für den César in der Kategorie Bester Kurzspielfilm nominiert wurde. Im Jahr 2024 dreht sie ihren ersten Spielfilm Le rendez-vous de l’été, der 2025 bei der Berlinale Premiere feierte und im Wettbewerb der Französischen Filmtage lief. Der Film gewann 2025 den Louis-Delluc-Preis für den besten Debütfilm.

Jean-Louis Gonnet studierte zunächst Fotografie in Genf und anschließend Bildende Künste in Orléans. Er setzte seine Ausbildung als Regieassistent fort und drehte seinen ersten Film Filming Muybridge. Ab 1982 arbeitete Gonnet für das INA (Institut national de l’Audiovisuel) und trat bereits bei dessen Gründung dem Sender ARTE bei. Parallel dazu drehte er mehrere Filme; für Comme un seul homme wurde er für den César und die Oscar-Vorauswahl nominiert. Er ist als Ausbilder für DOCMONDE tätig; diese Tätigkeit übt er auch im Rahmen der „Ruche documentaire“ des FIDADOC in Marokko aus. Gonnet lehrte an der Sorbonne Nouvelle Paris 3, dann an der Universität Jules Verne in Amiens und unterrichtet derzeit an der Filmhochschule von Marrakesch sowie am IUFM in Paris. Er war Vorstandsmitglied der Société de réalisateurs de films und der ACID, für die er als einer der Programmer der Sektion in Cannes tätig war.

Preis der deutsch-franz. Jugendjury Tübingen

Auch in diesem Jahr wird eine deutsch-französische Jugendjury bei den Französischen Filmtagen Tübingen | Stuttgart zu Gast sein. Die Jugendjury setzt sich zu gleichen Teilen aus französischen und deutschen Jugendlichen zusammen. Die vier französischen Jugendlichen kommen aus Montreuil bei Paris in Kooperation mit unserem Partnerkino »Le Méliès« unter der Leitung von Stéphane Goudet. Die deutsch-französische Jugendjury wird filmpädagogisch von erfahrenen Filmvermittler:innen begleitet. Aus fünf sektionsübergreifend nominierten Filmen wählt die Jury den besten für jugendliche Zuschauer aus. Der Preis ist dotiert mit 1.000 Euro, gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. 

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks. 

Nominierte Filme  

La Chaleur 
von Stéphane Demoustier | F, I, B 2026 

Congo Boy 
von Rafiki Fariala | ZAR, F, DRK  2026 

Paradise 
von Jérémy Comte | CAN, F, GH 2025 

Shana 
von Lila Pinell | F 2026 

Mémoire de fille 
von Judith Godrèche | F 2025 

Preis der Jugendjury Stuttgart

Filminteressierte Stuttgarter Schüler.innen im Alter von 14 bis 18 Jahren empfehlen den besten aktuellen Film aus der Frankophonie für jugendliche Zuschauer.innen. Mit Unterstützung der Stadt Stuttgart wird die Jugendjury filmpädagogisch begleitet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert, gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart. Fünf Filme sind für den Preis der Jugendjury Stuttgart sektionsübergreifend nominiert. 

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Mitte.

Nominierte Filme  

Le Corset 
von Louis Clichy | F, B 2026 

Gabin 
von Maxence Voiseux | F, D, CH 2026 

Barça Zou 
von Paul Nouhet | F 2026 

Congo Boy 
von Rafiki Fariala | ZAR, F, DRK  2026 

Le Vertige 
von Quentin Dupieux | F 2026 

Publikumspreis Langfilm

Zum zweiten Mal vergeben die Besucher:innen in diesem Jahr gemeinsam den Publikumspreis der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart für die beste Regiearbeit aus den Sektionen »Horizonte« und »Fokus Afrika«. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird gestiftet von Lukaszewitz Einrichtungen Reutlingen, Rehaktiv Mössingen und Reutlingen sowie Urban Fahrradbau Rottenburg. 

Publikumspreis Kurzfilm

Mit einer Neuauflage ist der Kurzfilmwettbewerb zurück im Programm des Festivals. Das Publikum in Tübingen und Stuttgart wählt aus insgesamt zwei Programmen den besten Kurzfilm aus. Gezeigt werden aktuelle Produktionen aus Frankreich, Belgien und Kanada. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen.