Wettbewerbe

Kontinuierlich hat sich das Wettbewerbsprogramm der Französischen Filmtage als Plattform des jungen frankophonen Kinos ausgeweitet. Im Fokus des diesjährigen Wettbewerbs stehen Filme der Produktionsjahre 2015/2016. Wie für das Autorenkino typisch, verknüpfen die Nachwuchsfilme alltägliche Erfahrungswelten mit ungewöhnlichen Ereignissen auf eine formal eindringliche Weise.

Internationale Jury

VÉRONIQUE JOO AISENBERG
Véronique Joo Aisenberg war beim 8. Frankophoniegipfel in Moncton (Kanada) als Kulturattaché für die Vertretung der französischen Kultur zuständig. Von 2001–2009 koordinierte sie die Fotografie-Biennale Rencontres Africaines de la Photographie in Bamako, Mali, im Rahmen des Kunstförderprogramms Afrique et Caraïbes en créations der AFAA. Seit 2011 leitet sie die Cinémathèque Afrique beim Institut français in Paris und ist an der Programmgestaltung internationaler Festivals beteiligt.

BORIS LOJKINE
Boris Lojkine, 1969 geboren, zog nach seinem Studium nach Vietnam und drehte hier seine ersten Dokumentarfilme. Hier realisierte er auch Ceux qui restent und Les Âmes errantes über die Kriegsbewältigung in Vietnam. Hope ist sein erster Spielfilm; er begleitet zwei Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Afrika nach Europa – ohne Schwarz-Weiß-Malerei, dafür mit großem Engagement und Gespür für die Grausamkeit der Situation. Bei den 31. Französischen Filmtagen in Tübingen wurde Hope mit dem Filmtage-Tübingen-Preis ausgezeichnet.

DOMINIK MOLL
Dominik Moll, in Baden-Baden aufgewachsen, studierte am City College of New York und an der Pariser Filmhochschule (IDHEC). Sein zweiter Spielfilm Harry, im Jahr 2000 in Cannes ausgezeichnet, wird ein großer Publikumserfolg. 2004 drehte Moll mit Charlotte Rampling und Charlotte Gainsbourg den Film Lemming. 2013 prägte er mit der britisch-französischen Fernsehserie The Tunnel einen neuen visuellen Stil. 2015 drehte Moll seinen fünften Spielfilm Neues vom Planeten Mars, der 2016 bei der Berlinale gezeigt wurde.