Maki’la

© Diffa

Maki’la

Demokratische Republik Kongo, Frankreich 2018 | 78 Min. | OmeU | Regie & Buch Machérie Ekwa Bahango

Maki dominiert die Straßen von Kinshasa. Seit Jahren kämpft die 19-Jährige als Straßenkind um ihr Überleben und ist mittlerweile mit allen Wassern gewaschen. Seit ihr Ehemann, der Boss einer Straßengang, kein Geld mehr nach Hause bringt und sie auch sonst schwer vernachlässigt, hat sie genug von seinem selbstverliebten Gehabe und verlässt ihn. Als sie durch Zufall ein junges Mädchen vor einer Prügelei bewahrt, heftet sich die hilflose Acha an ihre Fersen, um zu überleben. Doch die neue kleine Schwester bereitet Maki nur Probleme und zieht schließlich auch die Eifersucht ihres Ex-Manns auf sich. DRAMA

»Eine andere Seite des Lebens auf der Straße, die unseren Erwartungen ganz und gar nicht entspricht.« Machérie Ekwa Bahango

Biografie

1993 in Kisangani, Demokratische Republik Kongo, geboren, nahm Machérie Ekwa Bahango während des Jurastudiums an zahlreichen Drehbuch- und Filmregie-Workshops teil. 2016 schrieb sie das Drehbuch zu sechs Episoden der Serie NakisaMaki’la ist ihr Debütfilm als Regisseurin.

S: Delphi 1  So 04 | 18.00
TÜ: Museum 2  Mo 05 | 20.15
TÜ: Studio Museum  Di 06 | 18.15

Les Chatouilles | Kitzelspiele

© Stéphanie Branchu

Les Chatouilles | Kitzelspiele

Frankreich 2017 | 103 Min. | OmdU | Regie & Buch Andréa Bescond, Eric Metayer

Odette tanzt, sie lacht, sie zeichnet, sie ist acht Jahre alt. Sie will einmal Tänzerin werden. Sie ist ein glückliches Kind. Bis sie plötzlich nicht mehr spricht, nicht mehr zeichnet und kaum noch lacht. Sie tanzt nur noch. Sie tanzt, um auszudrücken, was sie nicht in Worte fassen kann: was ihr passiert, wenn der Freund ihrer Eltern mit ihr Kitzelspiele machen möchte. Und dann sehen wir Odette als Erwachsene. Eine junge Frau, die wütend ist und die tanzt, um ihrem Zorn Luft zu machen. Endlich findet sie Worte. DRAMA

»Opfer von Pädophilie leiden ein Leben lang. Diese Bürde ist unvergesslich und steuert ihre psychischen Vorgänge. Über den Schmerz hinwegzukommen, braucht sehr viel Zeit.« Andréa Bescond

Biografie

Andrea Bescond tanzt, seit sie drei Jahre alt ist, und studierte Tanz am Conservatoire national supérieur de Musique et de Danse in Paris. Eric Metayer, Schauspieler und Regisseur, ist ihr Lebensgefährte. Ihr Film Les Chatouilles wurde 2018 in Cannes gezeigt.

TÜ: Studio Museum  Mo 05 | 20.30
TÜ: Museum 2  Di 06 | 20.15
RT: Kamino Mi 07 | 20.15

Ceux qui travaillent | Die da arbeiten

© Foto Be For Films

Ceux qui travaillent | Die da arbeiten

Schweiz, Belgien 2018 | 101 Min. | OmdU | Regie Antoine Russbach

Seine Arbeit ist sein Leben. Als Koordinator von Cargo-Schiffs- transporten sorgt Frank Tag und Nacht dafür, dass die Regale der Supermärkte gefüllt bleiben. Doch eine folgenschwere Entscheidung kostet ihn seinen Job. Plötzlich arbeitslos beginnt er sein bisheriges Leben zu hinterfragen. Seine Familie unterstützt ihn dabei kaum. Ihr ist der Erhalt eines luxuriösen Lebensstandards wichtiger als ein Familienvater zu Hause. Nur Franks kleine Tochter Mathilde möchte mehr Zeit mit ihrem Papa verbringen. DRAMA

»Ceux qui travaillent ist ein starker Film, der zum Nachdenken über die Absurdität einer Welt anregt, in der nur der Erfolg zählt – aber zu welchem Preis!« Muriel Del Don

Biografie

Antoine Russbach wurde 1984 in Genf geboren. 2009 schloss er seine Ausbildung am Institut des Arts de Diffusion (IAD) im belgischen Louvain-La-Neuve ab. Hier lernte er naturalistische und realistische Filme zu machen, die ihre Stärke aus der Moralität ziehen.

Tickets & Spielzeiten
TÜ: Studio Museum Do 01 | 18.00
TÜ: Museum 2 Fr 02 | 20.15
RO: Waldhorn  Mi 07 | 20.30

Seule à mon mariage | Allein auf meiner Hochzeit

© Filip VanRoe, Marina Obradivic

Seule à mon mariage | Allein auf meiner Hochzeit

Belgien, Frankreich, Rumänien 2018 | 121 Min. | OmdU | Regie Marta Bergman

Eigenwillig, temperamentvoll, selbstbewusst: Die junge Roma Pamela ist anders als viele Frauen ihrer Gemeinschaft. Sie ist alleinerziehend und lebt mit ihrer kleinen Tochter und der Großmutter in einer ärmlichen Hütte am Stadtrand von Bukarest. Getrieben von dem Wunsch, der Armut und dem tristen Leben zu entkommen, beschließt Pamela, sich über eine Partneragentur einen ausländischen Ehemann zu suchen. Schnell lernt sie Bruno kennen, lässt alles zurück und zieht zu ihm nach Belgien. Eine Reise ins Ungewisse. Wird nun alles besser? Und hält sie die Trennung von ihrer Tochter bis zur Hochzeit aus? DRAMA

Biografie

Marta Bergman, in Bukarest geboren, ist bekannt für ihre zahlreichen Dokumentationen über Roma-Gemeinschaften. Seule à mon mariage ist der erste Langspielfilm der INSAS-Absolventin und wurde 2018 in Cannes in der Kategorie ACID vorgestellt.

TÜ : Studio Museum  Sa 03 | 20.00
TÜ : Museum 2 So 04 | 18.00
RT: Kamino Mo 05 | 16.00

Il se passe quelque chose | Unterwegs

© Copyright

Il se passe quelque chose | Unterwegs

Frankreich 2018 | 101 Min. | OmeU | Regie Anne Alix

Die Provence für Schwule – für ihre Arbeit an einem spanischen Reiseführer sucht Dolores exemplarische Orte. Zunächst stößt sie dabei jedoch auf Irma aus Bulgarien, die sie vor dem Selbstmord rettet. Denn mit dem Tod ihres Mannes hat Irma ihren Lebenswillen verloren und ist auf einmal heimatlos. Dolores nimmt sich ihrer an und gemeinsam entdecken die beiden Frauen die Camargue. Dabei lernen sie viele ehemalige Einwanderer kennen, die in dem malerischen Landstrich heimisch geworden sind, und lassen sich von ihrer Lebenslust anstecken. DRAMA

»Die Stärke des Films besteht darin, auszudrücken, wie sich eine Region nicht nur über ihre Identität charakterisiert, sondern auch über ihre Einwanderer.« Matthieu Macheret

Biografie

Nach ihrem Geschichtsstudium schwankte die Regisseurin und Drehbuchautorin zwischen dem Journalismus und dem Film. Sie entschloss sich für das Letztere und drehte zunächst einige Kurzfilme. Mit dem Film Il se passe quelque chose zeigt die in Marseille lebende Regisseurin, wie sie ihre Heimat wahrnimmt.

TÜ: Studio Museum  Do 01 | 20.15
TÜ: Museum 2 Fr 02 | 18.00
TÜ: Atelier  Sa 03 | 11.30

Fortuna

© Vegafilm

Fortuna

Schweiz, Belgien 2018 | 106 Min. | OmdU | Regie & Buch Germinal Roaux

Fortuna, eine 14-jährige Äthiopierin, landet nach ihrer Ankunft in Europa mitten im Winter in einem Schweizer Klosterhospiz auf 2000 Meter Höhe. Da sie nicht weiß, ob ihre Eltern noch am Leben sind, sucht sie Trost bei ihrem älteren Landsmann Kabir – und findet ihn. Sie wird ungewollt schwanger und wünscht sich nichts mehr, als das Kind zu behalten. Voller Sehnsucht nach Geborgenheit und Familie … DRAMA

»Ein grandioser Film, der unseren Blick auf die Flüchtlinge klärt. Ein wahrhaft tiefgründiges Erlebnis.« Raphaële Bouchet RTS

Biografie

Der 1975 in Lausanne geborene Fotograf und Regisseur arbeitet in Schwarz-Weiß. Sein erster Langfilm Left Foot Right Foot erhielt den Schweizer Filmpreis. Fortuna feierte 2018 Weltpremiere auf der Berlinale und wurde mit dem Gläsernen Bären und dem Preis der Internationalen Jury ausgezeichnet.

TÜ: Museum 2 Do 01 | 20.30
TÜ: Studio Museum Fr 02 | 18.00
TÜ: Museum 2 Mi 07 | 16.00

Dans la terrible jungle | Dschungel des Lebens

© Macalube Films

Dans la terrible jungle | Dschungel des Lebens

Frankreich 2018 | 81 Min. | OmdU | Regie & Buch Caroline Capelle, Ombline Ley

Im französischen Departement Pas-de-Calais befindet sich das medizinisch-pädagogische Institut Pépinière. Es bietet seh- und geistig behinderten Jugendlichen Raum für musikalisches Ausprobieren, Begegnungen, Freundschaft. Ombline Ley und Caroline Capelle begleiten zehn aufmüpfige Jugendliche mit der Kamera. Ein Film entsteht, in dem sie die Hauptrollen spielen, Teenager auf der Suche nach sich selbst, Liebe und Normalität. DOKUMENTARFILM

»Wir werden nie normal sein, wir werden immer eine Behinderung haben, die man sieht oder auch nicht. Die Gesellschaft muss uns nur so akzeptieren, wie wir sind.« Léa Lenoir

Biografie

Die vielseitig begabten Filmemacherinnen arbeiten als Regisseurin, Drehbuchautorin, Kamerafrau und Casting-Direktorin in einem. Nach zwei Kurzfilmen realisierten die beiden ihren ersten gemeinsamen Langfilm Dans la terrible jungle.

TÜ : Studio Museum Sa 03 | 18.00
TÜ : Museum 2  So 04 | 20.30
RT : Kamino Di 06 | 16.00

À l’ouest | Cowboy Camembert

© Daisy Day Films

À l’ouest | Cowboy Camembert

Frankreich 2018 | 80 Min. | OmeU | Regie & Buch Cédric Tanguy, Nicolas Bellenchombre

Gisèle ist ein Cowboy. Seit Jahren ist sie Mitglied des Westernclubs in Dieppe, trägt einen Cowboyhut und hört nur amerikanische Folkmusik. Um das Grab ihres Mannes in Kanada zu besuchen, macht sie mit ihrer Tochter Candy einen Roadtrip durch die Provinz Alberta. Candy ist Künstlerin. Sie begleitet ihre Mutter stets mit der Kamera und findet im Laufe der Reise ihren eigenen Stil in Anlehnung an die Bilder Caspar David Friedrichs – ihr Idol. Als sie unterwegs auf Jacques treffen, einem amerikanischen Schauspieler indianischer Herkunft, reisen sie fortan als Trio über die Last Chance Road. TRAGIKOMÖDIE

»Ein Ball von zarter Helle
Steigt schwungvoll auf,
Zerplatzt, haucht fein die Seele
Als goldnes Träumen aus.«

Charles Baudelaire

Biografie

Cédric Tanguy studierte an der École des Beaux Arts de Nantes. Nicolas Bellenchombre drehte 2005 den Kurzfilm Délivre-moi. Da Bellenchombre sich sehr für Cédric Tanguys künstlerische Installationen interessierte, bat er ihn um eine Zusammenarbeit, zu der es 2017 mit À l’ouest kam.

Tickets & Spielzeiten

TÜ: Museum 2 Sa 03 | 20.30
TÜ: Studio Museum So 04 | 18.15
TÜ: Atelier Mi 07 | 22.30

All you can eat Buddah

All you can eat Buddah

Kanada 2017 | 84 Min. | OmdU | Regie & Buch Ian Lagarde

Willkommen im El Palacio. Eines Tages steht Mike am Check-in eines karibischen Hotels. Wir wissen nicht, woher er kommt oder was er sucht, doch seine rätselhafte Präsenz versetzt Gäste und Personal in Staunen. Sein unstillbarer Appetit und seine Fähigkeit, Menschen zu spüren und zu verändern, magnetisieren seine Umwelt. Er zieht die Insel und alle, die darauf leben, in einen tiefen Strudel hinein. Leitet er die Apokalypse ein? Ein Film, der nicht erklärt, der nicht beschwört, sondern den Zuschauer auf eine emotionale Reise mitnimmt. KOMÖDIE

»Während Lagardes Botschaft nur schwer verständlich ist, bleibt sein Talent, eine fesselnde sowie makabre bildliche Darstellung zu kreieren, unbestreitbar.« Wendy Ide

Biografie

Besessen vom Irrationalen besinnt sich Ian Lagarde auf seine provinziellen Wurzeln, um zu zeigen, dass Aliens schon auf unserem Planeten einmarschiert sind.

Billets & Horaires de projections

TÜ: Studio Museum So 04 | 20.15
TÜ: Museum 2 Mo 05 | 18.15
TÜ: Museum 2 Mi 07 | 18.15