INSAS

INSAS

Das INSAS ist eine Kunstschule, die 1962 gegründet wurde und zur französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens gehört. Auf dem audiovisuellen Lehrplan stehen Masterabschlüsse in Film und Radio-Fernsehen-Multimedia mit Spezialisierungsmöglichkeiten in Regie, Produktion, Kamera, Ton, Schnitt und Drehbuch. Im Zweig Bühnenwelt kann man Regie, Dramaturgie, Theaterdrehbuch und Bühnenbild studieren. Als Teil des künstlerischen Hochschulbildungsnetzwerks der Föderation Wallonie-Bruxelles vertritt INSAS Toleranz, Laizität, freien Zugang zu Bildung und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff. Bei den Lehrmethoden liegt der Akzent auf dem schöpferischen Zugang, dem praktischen Handwerk und der Teamarbeit. Die Schule legt Wert darauf, eine kulturelle Vielfalt zu schaffen, die den Studierenden eine gesunde Selbstreflexion ermöglicht und sie optimal auf ihren Berufsalltag auf künstlerischer wie auch sozialer Ebene vorbereitet.

90-FFE-BELVAUX-003
Génération Raymond | Generation Raymond

Regie Rémy Belvaux | 22 min

Auf die drollige Art, eine Parodie oder vielmehr die Verschiebung eines gewissen Fernsehens das durch seine Spontaneität funktioniert, eine Direktreportage, eine Soap. Begleitet eine fiktive Gruppe auf den Spuren eines zwanglosen Mörders…

17-RC-CHN-NANNI-001
La Chatouilleuse d'Oreilles | Die Ohrenkitzlerin

Regie Amélia Nanni | 24 min

Vor einigen Jahren lauschte meine Mutter den Geschichten eines chinesischen Märchenerzählers. Fasziniert beschloss sie, selbst Märchenerzählerin zu werden. Heute nennt man sie die „Ohrenkitzlerin“. Als jedoch mein Vater verstarb, verlor sie die Lust an den Worten. Um sie ihr zurückzubringen, habe ich mich auf die Suche nach besagtem, chinesischen Märchenerzähler gemacht.

09-RC-CHN-FONTENIER-03
Three inches of memory | Drei Zoll Erinnerung

Regie und Buch Camille Fontenier | 22 min

Es war einmal, vor sehr langer Zeit, ein Mann, Li Yu. Er beklagte sich darüber, dass die ganze Welt ihn vergessen werde, ihn, der nichts zum Lauf der Geschichte beigetragen hat. Um also sein Leid zu verdrängen, lässt er seine Lieblingskonkubine rufen: Yao Niang. Sie tanzt, wirbelt einer Lotusblume gleich auf der Bühne umher. Er erfreut sich daran, ihre Füße sind so zart, so klein.  Tag um Tag, zur Freude des Kaisers, umwickelt Yao Niang ihre Füße mit seidenen Streifen. Eine Geste, die später von allen Kurtisanen imitiert wird. Die Tradition der mit Bändern geschmückten Füße pflanzt sich fort, von Frau zu Frau, von Generation zu Generation, von Kurtisane zu Bäuerin.  Kleine Füße als Symbol großer Schönheit und traditioneller Anmut. In den Hutongs (enge traditionelle Gassen in Nordchina) wandere ich auf der Suche nach jenen Frauen mit den kleinen Füßen. Ich vernehme und verfolge das Echo einer alten Konkubine mit vom Tanz gezeichneten Füßen…

18-FFE-CARNOY-02
Ma Planete | Mein Planet

regie und Buch Valéry Carnoy | 24 min

Henri, ein Bäckermeister in seinen fünfziger Jahren, hat Eheprobleme mit seiner Frau Marieke. Eines Morgens, nach einem weiteren Streit, begegnet er Anita, einer jungen Photographin, welche sich merkwürdigerweise von den imposanten Formen seines Körpers angezogen fühlt.

Tickets & Spielzeiten

TÜ: Atelier So 04 | 14.00

Continuer | Keep Going

© Kris Dewitte

Continuer | Keep Going

Belgien, Frankreich 2018 | 84 Min. | OmdU | Regie Joachim Lafosse

Sybille will nicht mehr mitansehen, wie ihr 18-jähriger Sohn Samuel in ein sinnloses Leben voller Hass und Gewalt abgleitet. Mit ihren eigenen Abgründen beschäftigt, sieht die geschiedene Mutter nur einen Ausweg: Sie beschließt, Samuel auf eine Reise nach Kirgisistan mitzunehmen. Inmitten der Natur und unterwegs auf Pferden begegnen Mutter und Sohn dort nicht nur den Verheißungen der kirgisischen Prärie und deren Bewohnern, sondern endlich auch sich selbst … DRAMA

Biografie

Joachim Lafosse wurde 1975 in Uccle, Belgien, geboren und absolvierte 2001 sein Regiestudium am belgischen Institut des Arts de Diffusion (IAD). Ihn reizen vor allem Figuren, deren Absichten undurchschaubar scheinen, denn wie schon das Sprichwort sagt: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Tickets & Spielzeiten
RT: Kamino Fr 02 | 18.00
TÜ: Arsenal So 04 | 20.00
TÜ: Museum 1 Di 06 | 16.00

Oui mais non, le compromis à la belge | Ja, nein, jein: Politik auf Belgisch

© Luna Blue Film

Oui mais non, le compromis à la belge | Ja, nein, jein: Politik auf Belgisch

Frankreich, Belgien 2014 | 59 Min. | OmeU | Regie Marie Mandy

Was ist eigentlich dieser belgische Kompromiss? In einem gevierteilten Land liegen die Interessen weit auseinander: Wallonen, Flamen, die Region Brüssel und die deutschsprachige Gemeinschaft wollen dabei alle nur das Beste für ihr Heimatland. Nun ist das Beste aber nicht immer das Beste für alle und so fühlt sich doch jeder immer irgendwie zu kurz gekommen … Ein Mittelweg muss her, und wer wäre als Vermittler besser geeignet als Zinneke, eine Promenadenmischung. Sozusagen ein Kompromiss von einem Hund, der uns durch Brüssel führt und uns Belgien und den belgischen Kompromiss lieben lehrt. DOKUMENTARFILM

»Die Idee, dass man nicht der Einzige ist, der recht hat; zu lernen, auf Wünsche der anderen zu hören.« Marie Mandy

Biografie

Marie Mandy ist 1961 in Louvain in Belgien geboren. Aufgewachsen in Afrika und den Vereinigten Staaten absolvierte sie nach einem Romanistik-Studium die London International Film School. Als freie Regisseurin und Fotografin realisiert sie vor allem Dokumentarfilme.

Eine ARTE-Produktion

5Nov.20:00Im Gespräch: Ja, nein, jein: Politik auf Belgisch20:00 Institut Culturel Franco-Allemand Tübingen | Deutsch-Französisches Kulturinstitut Tübingen e.V.Filme:Discutons !,Fokus Wallonie - BrüsselRahmenprogramm:Fokus Wallonie - Brüssel,Vorträge & Diskussionen

Tickets & Spielzeiten

TÜ: ICFA Mo 05 | 20.00

Ni juge, ni soumise

© lebureaufilms

Ni juge, ni soumise

Belgien, Frankreich 2017 | 99 Min. | OmeU | Regie Yves Hinant, Jean Libon

Anne Gruwez ist Untersuchungsrichterin am Palais de Justice in Brüssel. Ein Filmteam begleitet sie bei ihrem außergewöhnlichen Berufsalltag. Bizarre Szenen spielen sich ab, wie zum Beispiel eine Exhumierung bei strahlendem Sonnenschein oder ein Gespräch mit einer Prostituierten über sadomasochistische Praktiken. Unbeeindruckt redet sie vor der Kamera über Mord und Sexualdelikte, als wäre es das Allernormalste auf der Welt. Am verstörendsten ist wohl das Gespräch mit einer Mutter, die beschreibt, wie sie ihrem Sohn die Kehle durchschnitt, und nun glaubt, mit ihm den Teufel ermordet zu haben. DOKUMENTARFILM

»Wenn Realität schräger ist als Fiktion, dann in diesem Film.« Julian Gerber

Biografie

Im frankophonen Raum sind sie als Macher der TV-Sendung Striptease bekannt. In den 80er-Jahren schufen sie gemeinsam eine neue Art der Dokumentation. Anstatt eines Kommentators spricht nur der Protagonist. Ihr neues Werk Ni juge, ni soumise erscheint zum ersten Mal im Kino.

Tickets & Spielzeiten
TÜ: Arsenal Fr 02 | 16.00
TÜ: Atelier Sa 03 | 14.00

Mon Ket

© The Festival Agency

Mon Ket

Frankreich, Belgien 2016 | 89 Min. | OmeU | Regie François Damiens

Dany Versavel sorgt sich um seinen Sohn: Mit 15 will Sullivan keinen Vater mehr, der hinter Gittern den King spielt. Aber für Dany ist Mon Ket, sein Sohnemann, das Wichtigste in seinem Leben. Also beschließt er auszubrechen. Zwischen Flucht, Intrigen und kleinen Freuden des Alltags will er Sullivan vieles beibringen. Sein Knastknigge: impulsiv, schamlos und draufgängerisch. Aber wo das Schlimmste zu befürchten ist, liegt vielleicht das Beste verborgen … KOMÖDIE

Mancher Laie wurde in diesem Film unerwartet zum Schauspieler, denn Regisseur und Komiker François Damiens drehte viele Szenen mit versteckter Kamera.

Biografie

1973 in Belgien geboren, hat François Damiens eigentlich Wirtschaftswissenschaft studiert. Aber bald wurde er zum bekanntesten TV-Komiker Belgiens. 2017 war er als Schauspieler in der Komödie Eine bretonische Liebe zu sehen. Mon Ket ist sein erster Spielfilm als Regisseur.

Tickets & Spielzeiten
RT: Kamino Do 01 | 16.00
TÜ: Museum 1 Sa 03 | 16.00
TÜ: Museum 1 Mo 05 | 16.00

Emma Peeters

© Truecolours

Emma Peeters

Belgien 2018 | 87 Min. | OmeU | Regie & Buch Nicole Palo

Die gescheiterte Schauspielerin Emma steht kurz vor ihrem 35. Geburtstag. Bis auf das Ablaufdatum einer Karriere als Schauspielerin hat die in Paris lebende Belgierin nichts in ihrem Leben erreicht. Als wieder ein Dreh ins Wasser fällt, entschließt sie, ihrem Leben am Tag ihres 35. Geburtstags ein Ende zu setzen. Doch sie hat ihren Plan ohne Bestatter Alex gemacht, mit dessen Hilfe sie ihre Beerdigung organisieren wollte … KOMÖDIE

»Eine seltsame Liebesgeschichte, in der die Liebe das größte Hindernis für den Tod ist.« Nicole Palo

Biografie

Die belgisch-amerikanische Regisseurin wurde 1977 in den USA geboren. Sie studierte zunächst Journalismus und Drehbuchschreiben an der Freien Universität Brüssel, bevor sie an die dänische Filmschule European Film College ging, wo sie einige Kurzfilme produzierte. Emma Peeters ist ihr erster Spielfilm.

Tickets & Spielzeiten

TÜ: Atelier Do 01 | 18.00
S: Delphi 1 Fr 02 | 18.00