Blickfang

Ein Filmfestival, das über die Landesgrenzen hinaus geht, hat eine Aufgabe: das Blickfeld weiten, eine Bandbreite von Filmen bieten und den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Aber was finden wir dort? Wohin führt der Weg hinter dem Horizont?

2018 – ein Jahr der Jubiläen: Die 68er-Revolution ist schon 50 Jahre her und das Ende des 1. Weltkriegs sogar schon 100 Jahre.
Der Film Révoltés dokumentiert die Studentenbewegung, die für mehr Demokratie, mehr Frieden und freie Sexualität kämpfte. Cessez-le-feu beschäftigt sich mit Kriegstraumatisierungen. Aber bewegen uns die Schrecken des Ersten Weltkriegs und die Errungenschaften der Studentenrevolte heute überhaupt noch?

Wir leben in einer Zeit, in der internationale Beziehungen auf die Probe gestellt werden. Plötzlich ist Patriotismus wieder ein Thema, Abgrenzung, Populismus, Rechtsradikalismus, Rassismus und Antisemitismus. Das hatten wir doch alles schon mal. Wir wollen uns neu damit auseinandersetzen und Brücken bauen. Mit unseren internationalen Filmen wie America, Sibel oder Cassandro, the Exotico! von französischen Regisseuren lenken wir den Blick auf das politische, künstlerische und soziale Weltgeschehen.

Wir laden Sie ein: Nehmen Sie sich Zeit für einen neuen Blick. Folgen Sie den Regisseuren und ihren berührenden Dokumentationen und Dramen in die USA und in die Türkei, nach Israel, Afrika, Südamerika und Georgien.

Überraschende Tanzfilme erzählen Geschichten ohne Worte; pure Emotionen übernehmen in Impulso oder Climax die Hauptrollen. Drei cineastische Perlen aus dem Institut Français glitzern über die Leinwand und zu guter Letzt Marvin ou la belle éducation, ein Film über einen Jungen, der sich auf der Theaterbühne neu erfindet.