Das waren die 34. Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart 2017

Eine wunderschöne und ausgesprochen entspannte Woche Französische Filmtage liegt hinter uns. Wie immer hatten wir ein großartiges Publikum, das nicht nur für viele volle Säle, sondern auch für angeregte Diskussionen sorgte. Unsere Gäste waren bezaubernd und ließen sich begeistert auf Stadt und Festival ein. Wir haben eine Woche lang viele großartige Filme geschaut, gefeiert, geredet, unglaublich viel gearbeitet und hatten bei all dem unglaublich viel Spaß. MERCI BEAUCOUP an alle, die zu diesem schönen Fest beigetragen haben.

Et voilà: Alle Preise und Preisträger der 34. Französischen Filmtage Tübingen Stuttgart:

An den Gewinner des Internationalen Wettbewerbs geht der Filmtage-Tübingen-Preis:

5000 Euro, gestiftet von den Vereinigten Lichtspielen Tübingen

„Carré 35“ – Éric Caravaca

Die Begründung der Jury (Christine Houard, Arnaud Dumatin et Dominique Dugas):

Der Filmtage Tübingen Preis geht an den Film „Carré 35“ von Éric Caravaca.

Es ist die Geschichte eines schmerzlichen, von der Erinnerung ausgelöschten Ortes. Die Erzählung ist die einer Zurückeroberung. Ausgehend von sehr intimem Bildmaterial, erschüttert der Regisseur, indem er trotzdem eine Form der Universalität schafft. Sein Film ist eine mit großer Eleganz durchgeführte Untersuchung, durchweg beseelt und pulsierend. Eine Untersuchung, die poetisch, grenzüberschreitend vorangeht mit vielfachen Spiegelungen zwischen persönlicher Geschichte und Zeitgeschichte, zwischen Intimität und Verfremdung.

Internationaler Kurzfilmwettbewerb

1000 Euro, gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen.

Die internationale Jury (Christine Houard, Arnaud Dumatin, Dominique Dugas) prämiert den innovativsten Kurzfilm.

„Les petites mains“ von Rémi Allier

Für seine ergreifende Erzählung , in der sich gesellschaftliche Erschütterungen in der persönlichen Erschütterung der Hauptfigur wiederspiegeln, für die einzigartige Perspektive, aus der die Geschichte erzählt ist, für seine lebendige Inszenierung und starke Verankerung in der sozialen Realität, erhält der Film „Les petites mains“ von Rémi Allier den internationalen Kurzfilmpreis.

Stuttgarter Drehbuchpreis

1.000 €, gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart

„Le Semeur“ – Marine Francen

Es ist die Geschichte einer Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen der Liebe zu einem Mann und ihrem Bedürfnis nach Loyalität zu den anderen Bewohnerinnen eines Dorfes, dem der Krieg seine Männer genommen hat. Für ihre so einfache und klare filmische Umsetzung, für die facettenreiche Darstellung des weiblichen Verlangens in einem intelligenten und präzisen Drehbuch, erhält Marine Francen mit ihrem Film „Le semeur“ den Stuttgarter Drehbuchpreis.

Stuttgarter Publikumspreis

1.000 €, gestiftet von Arthaus Filmtheater Stuttgart

„Cherchez la femme“ – Sou Abadi

Tübinger Publikumspreis und Verleihförderpreis

Der Tübinger Publikumspreis ist mit 2.500 € dotiert und von den Vereinigten Lichtspielen Tübingen gestiftet.

An den Gewinner des Tübinger Publikumspreises geht außerdem der

Verleihförderpreis: 20.000 Euro, gestiftet von Unifrance, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (OFAJ). Das Geld erhält derjenige deutsche Verleih, der den Gewinnerfilm des Tübinger Publikumspreises in die deutschen Kinos bringen wird.

„Patients“ – Grand Corps Malade, Mehdi Idir

Preis der Jugendjury Tübingen

1000 Euro, gestiftet von den Vereinigten Lichtspielen Tübingen

„Cherchez la femme“ – Sou Abadi

Die Begründung der Jury:

Wir haben uns für „Cherchez la femme“ entschieden, da es eine sehr witzige Komödie ist, die jedoch auch eine gewisse Tiefe mitbringt, die zum Nachdenken anregt. Die Witze werden nicht ausgeschlachtet und sind nie albern. Auch die Handlung überzeugt, da sie unerwartet und authentisch ist. Die Darsteller spielen immer überzeugend und mit einem bestimmten Charme.

Preis der Jugendjury Stuttgart

1000 Euro, gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart:

„Et au pire on se mariera“ – Léa Pool

Die Begründung der Jury:

Eine realitätsnahe Geschichte aus einer nicht ganz wahrheitsgetreuen Erzählung eines jungen Mädchens aus schwierigen Verhältnissen.
« Et au pire on se mariera », dem Titel ganz entsprechend, erzählt von der unerwiderten Liebe zu einem doppelt so alten Mann, die ein tragisches Ende nimmt. Dieser Film überzeugt durch hervorragende schauspielerische Leistungen, einer fesselnden Geschichte aus einer sehr interessante Perspektive, und einer einmaligen Darstellung eines pubertierenden Mädchens.

Tübinger/Stuttgarter Schülerkurzfilmwettbewerb

1000 Euro, gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen und von der Finanzgruppe BW

“Bon Voyage” – Dietrich- Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt, Klasse 8d

In der Kategorie Klassen 5 bis 8.

Lobende Erwähnung: “(In)justice – Eric l’enfant malade” –  Theodor-Heuss-Gymnasium Esslingen, Klasse 8f

“Sans Contact” – Kepler-Gymnasium Tübingen, Klasse 10b

In der Kategorie Klassen 9 bis 13.

Lobende Erwähnung: “Chocolat” – Friedrich List-Gymnasium Reutlingen Klasse 10d

Cineslam

500 Euro, gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen

„Make war not love“– Simon Fleck