Das waren die 32. Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart 2015

Wir sind glücklich und müde und stolz und erschöpft und vor allem unendlich dankbar:

Die 32. Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart sind vorbei und es war wieder ein wunderbares Filmfest.

Danke an alle, die dazu beigetragen haben. Alle, die uns unterstützen und fördern und uns helfen und an uns glauben und uns lieben und zu uns kommen und mit uns feiern!

2015 war das Jahr der Rekorde – dieses Jahr hatten wir:

27 Premieren
50 Gäste
150 Filme
14.700 Besucher – ein Rekord
2.500 Schulfilm Besucher in zwei und halb Tage: auch ein Rekord
aber die größten Rekorde kamen vom Festival Team!
Hunderte Kilometer gelaufen
Hunderte Kilometer gefahren
über 30 Quiches von Tartes Cézannes verputzt
und im durchschnitt 4 Stunden pro Nacht geschlafen.

Alle Preise und Preisträger

An den Gewinner des Internationalen Wettbewerbs geht der Filmtage-Tübingen-Preis:

5000 Euro, gestiftet vom Tübinger Kinomäzen Volker Lamm (Vereinigte Lichtspiele):
„A peine j’ouvre les yeux“ – Leyla Bouzid

Die Begründung der Jury (Gabriele Röthemeyer, François Margolin, Laurent Nègre):

Nichts ist so schwierig wie einfach zu bleiben. Genau das ist jedoch der Autorin dieses subtilen, fesselnden und eleganten Debütfilm gelungen, der uns auf den Spuren einer jungen, begabten und rebellischen Sängerin begleitet, die sich nach Freiheit für sich und für ihr Land sehnt: Dem Tunesien Ben Alis im Sommer 2010. Dieser erste Film, der uns an ein Mosaik erinnert, besticht durch seine einfache Handschrift, eine Kamera, die immer im Dienst der Erzählung bleibt und einer extrem überzeugenden Schauspielregie. Die Jury begrüßt diesen vielversprechenden Erfolg!

Stuttgarter Drehbuchpreis

1.000 €, gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart

„La vie en grand“ – Mathieu Vadepied

Der Drehbuchpreis der Französischen Filmtage Tübingen | Stuttgart geht an « La Vie en Grand » von Mathieu Vadepied.
Jugendiche aus den Banlieus handeln mit Drogen – eine sattsam bekannte und oft erzählte Geschichte. Das Drehbuch vermeidet hier alle Klischees und sorgt immer wieder für Überraschungen in der Erzählung. Es behandelt dieses Thema auf so originelle Weise, dass wir beschlossen haben, es auszuzeichnen.

Kurzfilmwettbewerb

1000 Euro, gestiftet von der Kreissparkasse Tübingen.

Die internationale Jury (Gabriele Röthemeyer, François Margolin, Laurent Nègre) prämiert den innovativsten Kurzfilm.

„Bleu Tonnerre“ von Jean-Marc E. Roy und Philippe David Gagné

Die Begründung der Jury:
Eine Geschichte von kleinen Leuten in der weiten kanadischen Provinz mit Träumen, die zerschellen, aber die bestimmt nicht aufgegeben werden.

Tübinger Publikumspreis und Verleihförderpreis

Der Tübinger Publikumspreis ist mit 2.500 € dotiert und vom Tübinger Kino Mäzen Volker Lamm gestiftet

An den Gewinner des Tübinger Publikumspreises geht außerdem der

Verleihförderpreis: 20.000 Euro, gestiftet von Unifrance und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg. Das Geld erhält derjenige deutsche Verleih, der den Gewinnerfilm des Tübinger Publikumspreises in die deutschen Kinos bringen wird.

„Le goût des merveilles“ – Eric Besnard

Stuttgarter Publikumspreis

1.000 €, gestiftet von Arthaus Filmtheater Stuttgart

„Le goût des merveilles“ – Eric Besnard

Preis der Schülerjury Tübingen

1000 Euro, gestiftet von Volker Lamm

„Le Tournoi“ – Elodie Namer

Die Begründung der Jury:
Der Film „Le Tournoi“ von der Regisseurin Elodie Namer fiel uns durch seine hervorragende schauspielerische Leistung und wegen der spannenden Aufnahmen und der gut ausgewählten Musik besonders auf. Da uns die Story sehr mitgerissen hat, haben wir uns für diesen Film entschieden und möchten ihn für Jugendliche empfehlen.

Preis der Schülerjury Stuttgart

1000 Euro, gestiftet von der Landeshauptstadt Stuttgart:

„Le tout nouveau testament“ – Jaco van Dormael

Es gab ein Kopf an Kopf Rennen mit dem „La tête haute“ von Emmanuelle Bercot: Die Schauspieler waren in beiden Filmen grandios und überzeugend, die Thematik beider Filme war aktuell und modern. Aber in „Le nouveau testament“ wurde eine geniale neue Idee hervorragend umgesetzt. Die speziellen Effekte sind sehr gut punktuell eingesetzt. Der Film ist humorvoll und regt trotzdem zum Nachdenken an. Sowohl die Handlung als auch die einzelnen Personen sind sehr vielschichtig.