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© François Margolin

L’Antiquaire – Der Kunsthändler

Frankreich 2014 | von François Margolin | 93 Min. | OmeU

Esther Stegmann, eine junge Journalistin, macht sich auf die Suche nach der Kunstsammlung, die ihrem jüdischen Großvater während der Besatzungszeit gestohlen wurde und seitdem als verschollen galt. Bei ihren Recherchen stößt sie auf eine Mauer des Schweigens, auch innerhalb der eigenen Familie.

« Que les bouches s’ouvrent enfin, avant que les derniers témoins de cette époque ne meurent. C’est une question vitale pour la France et pour les Français, si nous voulons continuer à vivre ensemble », so beschreibt François Margolin (http://www.lantiquaire-lefilm.com ) seine Zielsetzung. Schon lange treibt ihn der Skandal um, dass gestohlenes jüdisches Eigentum nur äußerst widerwillig, schleppend oder gar nicht zurückerstattet wurde und wird. Dieser Film – angelehnt an den authentischen Fall der Familie von Sophie Seligman – will bewusst nicht dokumentarisch, sondern in Form eines polar die Verstrickungen aufdecken, die z.B. in der Familie von Esthers Vater auch Familienmitglieder haben zu Tätern werden lassen und somit aus gutem Grund ein „Geheimnis“ bleiben sollen.

Fazit aus didaktischer Sicht: Exemplarische Beschäftigung mit wichtigem Thema der europäischen Nachkriegsgeschichte; Aufdeckung eines Familiengeheimnisses mit den Mitteln des polar; gut verständliches, gepflegtes Französisch. Aber auch: komplexe Personenkonstellation und Intrige, die teils nicht ganz überzeugend mithilfe von „Kommissar Zufall“ gelöst wird


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